So heute war ich dann auch mal wieder da. Trotz Nieselregen und mist wetter.
Durfte dann auch mal wieder direkt mit 4 Hunden spazieren gehen. Es waren erstaunlicher weise auch einige Interessenten für Hunde da. Wobei ich mich bei manchen Leuten echt frage was die mit nem Hund wollen.
Mirko (Schäferhund-Podenco-Mix)
Der Gute wird als lieb und eigenwillig charaktierisiert und das ist er auch. Man kann ihm also wirklich nicht jedem in die Hand drücken, denn auf Grund seiner Größe kann sein ungeheures Temperament durchaus beängstigend wirken. Er ist aber wirklich ein absolut lieber und sensibler Kerl.
Er hört auf Sitz und lässt sich abrufen. Außerdem reagiert er sehr sensibel auf leichten Zug an der Leine und lässt sich somit ganz gut kontrollieren wenn er los zieht. Mit seinen 4 Jahren hat er aber bis jetzt kaum Erziehung bekommen und das hat man ihm vorhin beim Spazieren gehen auch angemerkt.
Ich hab mit ihm ein wenig Sitz geübt und als ich das erste Mal das Kommando zum weitergehen gegegeben habe, rannte er plötzlich total übermütig los und ich hatte erstmal Mühe ihn einzufangen. Beim zweiten Mal klappte es aber schon so gut, dass er sogar bei Fuß blieb. Ein wirklich ganz ganz toller Kerl, ich denke für den wäre auch Hundesport was.
Danach wurde mir dann Broux (Gröndale) in die Hand gedrückt.
Der ist einfach nur goldig. Relativ klein, dafür aber umso dicker (ob nun Fell oder Fett lässt sich nicht sicher sagen) und einfach nur ein Schatz. Er ist total verspielt und da wir nichts zum Spielen mit hatten fing er im Wald nach einiger Zeit an Äste auszugraben und schleppte dann natürlich den größten mit den er zwischen die Zähne kriegen konnte. Das kenne ich ja schon von ihm. Anschließend musste ich aufpassen, dass er mich nicht umhaut damit. Ich frage mich immer warum so goldige Hunde so lange im Tierheim sitzen. Vielleicht ist er zu unauffällig? Eine Schönheit ist er nicht, da die Pflege von seinem dicken Fell vernachlässigt wird, aber mit ein bisschen Scheren dürfte das ja auch gehen.
Danach kam Laxa (Labrador-Mix) an die Reihe.
Die ist erst zwei Jahre alt und kam vor ein paar Monaten mit ihrem Welpen Lexi ins Tierheim. Lexi ist mittlerweile vermittelt, Laxa sitzt noch da. Dabei ist sie absolut Menschenverträglich. Sie springt fast jedem auf dem Schoß, sie liebt Kinder und hat ein richtig freundliches Aussehen. Als ich sie aus dem Zwinger geholt habe stand eine interessierte Familie da und Laxa ließ es sich nicht nehmen den beiden kleinen Söhnen direkt in die Arme zu springen. Die Familie möchte nun morgen nochmal wiederkommen. Ich bin dann mit ihr eine kleine Runde gelaufen, aber richtig spazieren gehen wollte sie gar nicht. Eigentlich will sie nur kuscheln und lieb gehabt werden. Wenn man sich zu ihr runter setzt und sie streichelt kann sie nicht genug bekommen, sobald man aufhört jammert sie, stupst einen und wenn nicht anders macht sie eben einen Satz auf den Schoß. Eine total goldige Hündin. Ich hab ihr dann heute bei der Schmusestunde erzählt, dass sie sich bloß benehmen soll morgen und sie dann vielleicht bald eine neue Familie hat
Und zu guter Letzt kam dann noch Moe (Deutsch-Drahthaar-Schnauzer-Mix) an die Reihe.
Moe ist eine sehr tragische Figur im Tierheim. Eigentlich ein ganz lieber Hund, der aber nachts im Dunklen Angst hat und dann auch mal zubeißt wenn ihm was unheimlich ist. Deshalb wurde er schon zwei mal aus sicher geglaubten Familien wieder zurück gegeben. In seiner Charakterisierung im Tierheim wird das so beschrieben: "Entwickelt nach Eingewöhnung starkes territoriales Verhalten" das ist eben nicht ganz einfach wenn der Hund dann plötzlich Chef im Haus sein will.
Beim Spazieren gehen ist er auf jeden Fall ein Schatz. Hat sich sogar heute von seiner ganz schmusigen Seite gezeigt.
Ich muss sagen manchmal würde ich mir gerne mehr Zeit für die Hunde nehmen, auch für die "Problemfälle" dort. Ich würde gerne mal mit jedem Hund ein bisschen arbeiten, grade die, die eben auch beschäftigt werden müssen, weil sie sonst

gressiv werden oder so. Ich habs ja heute bei Moe gesehen- ich konnte nur 20min mit dem laufen, danach als wir im Tierheim auf die Pflegerin gewartet haben fing er an Kreise um mich zu laufen und weigerte sich dann in seinen Zwinger zu gehen. Der ist auch unterfordert dort. Man kann eben mit dem bisschen gassi gehen nur einen kleinen Teil abdecken. Vor allem dann, wenn nur wenige Gassi-Gänger kommen, so wie heute.
Und deswegen stand jetzt im Internet beim Tierheim dieser Aufruf:
Aufruf
Unsere Hunde brauchen Auslauf, deshalb wären wir sehr dankbar,
wenn sich mehr Tierfreunde melden würden,
die mit unseren Vierbeinern spazieren gehen möchten.
Jeder ist herzlich willkommen, möglichst regelmäßig unsere Hunde
auszuführen - Kinder und Jugendliche brauchen allerdings das schriftliche
Einverständnis ihrer Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.